Wichtig!

Im Oktober finden in Leipzig 2 weitere Veranstaltungen statt auf welche wir hinweisen möchten:

10. Oktober
Bundesweite Demonstration
Still not Lovin‘ Germany
13.00 Leipzig Hauptbahnhof

Mobiseite

17. Oktober
Im Herbst fallen nicht nur die Blätter
Naziaufmarsch zum Desaster machen!
Wer Deutschland liebt, den können wir nur hassen!

Mobiseite

Informationen und die Links findet ihr auch nochmal bei uns unter 10. & 17.Oktober!

Neuigkeiten…

Langsam wird es ernst,
doch alle KünstlerInnen beginnen demnächst mit den Arbeiten und wir können euch nun das Line Up für unsere Soliaftershowparty vorstellen!

Auftreten werden Doc Strange, Adicted und Gene Galaxo von Electromob St. Pauli (www.electromob.de) welche euch den Abend bei feinen Cocktails und netten Menschen im Fischladen versüßen werden!

Und nich vergessen – am 17.Oktober findet in Leipzig ein Neonaziaufmarsch statt, welchen es zu verhindern geht – weitere Infos findet ihr unter http://17oktoberleipzig.blogsport.de/

Rückseite Flyer

Ganz schön unFARE!

Stellungnahme der ag.doc zur Einstellung der Zusammenarbeit mit FARE

Dieses Jahr fand in Lviv (Ukraine) ein antirassistisches Fußballturnier statt. Die teilnehmenden und interessierten Gruppen und Projekte wurden bei Kosten für Anreise etc. durch die Gelder von FARE unterstützt, auch das Turnier selbst wurde von den FARE-Geldern mitfinanziert. Bereits während des gesamten Turniers standen Fans von Karpaty Lviv als Ordner in rechtsradikalen T-Shirts auf dem Gelände. FARE verteidigte den Vorfall, dass der rechte Lifestyle wohl in der West Ukraine modern sei und man hier keine „Deutschen Antifamaßstäbe“ ansetzen könne. Während des Finales kam es dann zu mehreren Vorfällen mit weiteren plötzlich auftauchenden Fans von Karpaty Lviv. Unter anderem wurden Zaunfahnen von Fans des FC Schalke 04 und des FC Liverpool entwendet und man posierte mit dem Hitlergruß hinter der Fahne von FARE. Die Fanszene von Karpaty Leviv gilt im allgemeinen als rechtsradikal und nationalistisch. Mehrere empörte Fans wandten sich daraufhin an die angereisten Mitglieder von FARE und die Veranstalter, welche diese „Lappalie“ jedoch wieder mit der Argumentation billigten, dass man ja in einem anderen Land sei und man hier auch mit diesen Menschen umgehen müsse. FARE schob die Schuld bewusst auf die Veranstalter und beschwerte sich über die mangelnde Polizeipräsenz zum Schutz des Turniers.

Sicherlich gab es auch in der Vergangenheit einige berechtigte Streitpunkte um die Verteilung der UEFA-Gelder durch die Mitglieder von FARE. Das Billigen und Rechtfertigen eines Auftritts von rechtsradikalen Fußballfans und damit auch die Billigung der Bedrohungssituation, welcher sich alle angereisten AntirassistInnen ausgesetzt sahen, können wir jedoch nicht akzeptieren.

Aus diesem Grund wird unsere Vernissage zwar am 16. Oktober, nicht im Rahmen der FARE-Aktionswoche 2009 stattfinden. Wir wollen mit unserem Projekt nicht die Auffassung von FARE unterstützen, dass man Übergriffe und Provokationen von Neonazis billigen muss. Für uns bleibt Antirassismus ein wichtiger Teil unserer Arbeit und unseres Lebens und nicht nur ein Lippenbekenntnis!

Die Anmeldefrist werden wir daher bis zum 7.September 2009 verlängern, damit alle Gruppen, welche Aufgrund der Zusammenarbeit mit FARE nicht an einer Teilnahme interessiert waren, noch die Chance zu einer Anmeldung haben.!

ag.doc am 29.August 2009

Das Problem

    Rassismus – Sexismus – Antisemitismus – Homophobie
    Ungleichheitsideologien, die in europäischen (Fan-)Kurven noch immer alltäglich sind und von vielen „unpolitischen“, rechtsoffenen und faschistischen Fußballfans regelrecht gelebt werden. In diesem Jahr wollen wir am 16.Oktober ein erneutes Zeichen gegen diese Formen der Diskriminierung setzen und zeigen, dass man trotz der Liebe zum Ballsport und zu den Farben des eigenen Vereins auf diese Einstellungen verzichten kann.

    Diese Liebe darf nicht blind gegenüber realen, gesellschaftlichen Zuständen machen!

Das Konzept

    Deshalb planen wir einen Streetart Ausstellung, welche am Freitag, dem 16.Oktober 2009, mit einer Vernissage eröffnet werden soll, um unserer Message auch auf den Straßen der Stadt Gehör oder wenigstens ein paar Blicke zu verschaffen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Ziel ist es, 15 Werke zu verschiedenen Themen gestalten zu lassen und den KünstlerInnen damit die Möglichkeit zu geben, ihrer persönlichen Sichtweise auf die Problematiken Ausdruck zu verleihen. Dabei steht nicht allein die künstlerische Arbeit im Vordergrund, sondern vor allem die individuelle Auseinandersetzung mit den jeweiligen thematischen Aspekten.
    15 Plakate, gestaltet durch 15 Personen aus unterschiedlichsten Ecken der Gesellschaft. Im Oktober sollen die Kunstwerke vervielfältigt und auf legalen Plakatierflächen in ganz Leipzig geklebt und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
    Wir planen eine Ausstellung die den Zwängen üblicher Praxis entspringt und die inhaltliche Beschäftigung jedem Menschen der Stadt
    zugänglich macht, eine Reflexion gar sucht. Am 16. Oktober 2009 werden wir in der Leipziger Südvorstadt und in Leipzig Connewitz gemeinsam mit allen Interessierten einen Rundgang durchführen. Damit wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Projekt ziehen und auf die Problematik in den Fankurven und die Interpretationen der KünstlerInnen hinweisen.
    Starten wird die Tour um 18 Uhr am Fischladen in der Wolfgang-Heinze-Strasse in Leipzig Connewitz und natürlich werden wir auch für euer leibliches Wohlergehen sorgen.
    Ab 21.00 wird es dann eine Soliaftershowparty mit Konservenmusik, Cocktailbar, Kicker und medialer Unterhaltung geben zu welcher natürlich alle InteresentInnen eingeladen sind!


Wie könnt ihr mitmachen?

    Sucht euch einen Themenaspekt aus, mit dem ihr euch beschäftigen möchtet und meldet euch mit einer kurzen Beschreibung eurer Idee bis zum 31.August unter
    agdoc.leipzig[at]googlemail.com bei uns an.
    Ihr bekommt dann schnellstmöglich eine Rückmeldung von uns. Sollten sich mehr als 15 Personen melden werden wir der Fairness halber das Los entscheiden lassen, wer ein Plakat bekommt.
    Wir stellen euch natürlich ein Plakat zur Verfügung. Jede/r KünstlerIn bekommt als Dankeschön noch eine kleine Aufmerksamkeit von uns!

    Alles andere ist euch überlassen, egal wie ihr eure Arbeit gestaltet ob mit Edding, Dose, Acryl oder Buntstiften oder ob ganzes Bild, Collage oder Comic – lasst eurer Kreativität freien Lauf!
    Eine Bitte haben wir aber noch: formuliert bitte einen Text (A4/A5) zu eurem Bild, in dem ihr uns eure Gedanken näher bringt. Erklärt warum, wieso, weshalb ihr euch mit genau diesem Problem auseinandergesetzt habt oder sagt, was euch einfach anpisst!

    Wir freuen uns bereits jetzt auf eure E-Mails und vor allem auf eure Werke!

ag.doc & IVF am 13.August 2009